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Konzepte & Theorien

Gompertz-Gesetz

ENGompertz law

Das Gompertz-Gesetz, 1825 vom britischen Aktuar Benjamin Gompertz formuliert, beschreibt die empirische Beobachtung, dass das menschliche Sterberisiko im Erwachsenenalter exponentiell ansteigt: Die Sterblichkeitskraft (Hazard-Rate) verdoppelt sich in den meisten Hocheinkommensländern näherungsweise alle 8 Jahre. Mathematisch lässt sich die momentane Sterblichkeitsrate als μ(t) = a·e^(bt) ausdrücken, wobei a die Basissterblichkeit und b die altersabhängige Beschleunigung darstellt. Das Gesetz gilt für den größten Teil des Erwachsenenlebens beim Menschen und vielen anderen Spezies; Sterblichkeitsverlangsamungen oder -plateaus in sehr hohem Alter deuten jedoch darauf hin, dass es jenseits der ältesten Kohorten nicht universell ist. Gompertz-Dynamiken sind grundlegend für Aktuarswissenschaft, Epidemiologie und die theoretische Biologie des Alterns.

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Quellen

  1. Gompertz B. (1825). On the nature of the function expressive of the law of human mortality, and on a new mode of determining the value of life contingencies. *Philosophical Transactions of the Royal Society of London*doi:10.1098/rstl.1825.0026