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Zellbiologie

SASP

ENSASP (Senescence-associated secretory phenotype)

Der seneszenz-assoziierte sekretorische Phänotyp, kurz SASP, bezeichnet das komplexe Gemisch aus Zytokinen, Chemokinen, Wachstumsfaktoren, Proteasen und extrazellulären Vesikeln, das seneszente Zellen abgeben. Er wird durch mehrere Signalwege reguliert, allen voran NF-kB, wobei je nach Kontext auch mTOR, cGAS-STING, p38-MAPK und C/EBPbeta die SASP-Ausprägung beeinflussen. Je nach Situation kann der SASP Immunzellen zur Beseitigung geschädigten Gewebes anlocken oder, wenn er anhält, chronische niedriggradige Entzündung, Fibrose und parakrine Seneszenz benachbarter Zellen fördern. Damit gilt er als zentrale mechanistische Brücke zwischen zellulärer Seneszenz und Alterskrankheiten.