CA-125
Geprüft von Maurice Lichtenberg
CA-125 (Cancer Antigen 125) ist ein hochmolekulares muzinähnliches Glykoprotein, kodiert durch MUC16, das auf cölomischem und Müller-Epithel exprimiert wird und proportional zur epithelialen Oberflächenstörung in den Kreislauf abgegeben wird. Ein Serum-CA-125-Wert über 35 U/ml wird klinisch als Tumormarker für epitheliales Ovarialkarzinom eingesetzt, insbesondere zur Therapiemonitoring und Rezidiverkennung, wenngleich die Sensitivität für frühe Erkrankungsstadien auf etwa 50 % begrenzt ist. Erhöhte CA-125-Werte sind unspezifisch: Endometriose, Uterusmyome, Entzündungen des kleinen Beckens, Pleuraergüsse und Leberzirrhose können allesamt erhebliche Anstiege ohne Malignom verursachen. Der multivariate ROMA-Algorithmus (Risk of Ovarian Malignancy Algorithm), der CA-125 mit HE4 kombiniert, verbessert die diagnostische Spezifität und wird gegenüber CA-125 allein zur präoperativen Risikostratifizierung bevorzugt.
