FibroScan / Leberelastographie
ENFibroScan / liver elastography
Geprüft von Maurice Lichtenberg
FibroScan (vibrationskontrollierte transiente Elastographie, VCTE) misst die Lebersteifigkeit in Kilopascal (kPa), indem eine niederfrequente Scherwelle durch das Lebergewebe geleitet und ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit per Ultraschall verfolgt wird; steiferes Gewebe zeigt dabei eine fortgeschrittenere Fibrose an. Validierte Grenzwerte liegen bei etwa 7–8 kPa für signifikante Fibrose (F2) und über 12–14 kPa für Leberzirrhose, wobei Entzündungsaktivität, Stauung, Nahrungsaufnahme und BMI die Messwerte beeinflussen können. Bei metabolisch-assoziierten steatotischen Lebererkrankungen (MASLD, früher NAFLD) — mittlerweile weltweit die häufigste Ursache chronischer Lebererkrankungen — ist VCTE als nichtinvasive Alternative zur Biopsie für Fibrosestaging und Verlaufskontrolle anerkannt und vermeidet Sampling-Fehler sowie Prozedurrisiken. Der gleichzeitig messbare Controlled Attenuation Parameter (CAP) quantifiziert die hepatische Steatose in dB/m und ermöglicht eine Einzel-Untersuchung mit gleichzeitiger Beurteilung von Fettgehalt und Fibrosestadium.
Quellen
- Myers RP, Elkashab M, Ma M, Crotty P, Pomier-Layrargues G. (2010). Accuracy of Fibroscan, Compared With Histology, in Analysis of Liver Fibrosis in Patients With Hepatitis B or C: A United States Multicenter Study. *Clinical Gastroenterology and Hepatology*doi:10.1016/j.cgh.2014.12.014
- Eddowes PJ, Sasso M, Allison M, et al.. (2019). Accuracy of FibroScan Controlled Attenuation Parameter and Liver Stiffness Measurement in Assessing Steatosis and Fibrosis in Patients With Nonalcoholic Fatty Liver Disease. *Gastroenterology*doi:10.1053/j.gastro.2019.01.042
