Zum Inhalt springen
Zurück zum Glossar
Bildgebung & Diagnostik

MR-Spektroskopie (MRS)

ENMR spectroscopy (MRS)

Die MR-Spektroskopie (MRS) nutzt die chemische Verschiebung des MR-Signals, um Gewebemetaboliten nichtinvasiv zu quantifizieren – meist aus einem einzelnen Voxel oder einem Voxelgitter auf einem klinischen MRT-Gerät. Im Gehirn misst die 1H-MRS unter anderem N-Acetylaspartat (NAA, Marker für neuronale Integrität), Cholin, Kreatin, Laktat, Myo-Inositol, Glutamat/Glutamin und reduziertes Glutathion; das ist hilfreich bei der Gradierung von Hirntumoren, bei mitochondrialen Erkrankungen, Multipler Sklerose und in der Neurodegenerationsforschung. In der Leber ist die MR-Protonendichte-Fettfraktion (MR-PDFF), eine eng mit der MRS verwandte chemisch-verschiebungskodierte MRT-Technik, das genaueste nichtinvasive Maß für die hepatische Steatose und hat sich als bildgebender Endpunkt in MASLD/MASH-Studien etabliert, mit guter Übereinstimmung zu den Steatose-Graden der Leberbiopsie. Die MRS kommt ohne ionisierende Strahlung aus; Grenzen sind lange Messzeiten, Empfindlichkeit gegenüber Bewegung und B0-Inhomogenitäten, eine bescheidene räumliche Auflösung und der Bedarf an spezialisierter Auswertung.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Bottomley PA. (1988). Human in vivo phosphate metabolite imaging with 31P NMR. *Magnetic Resonance in Medicine*doi:10.1002/mrm.1910070309
  2. Caussy C, Reeder SB, Sirlin CB, Loomba R. (2018). Noninvasive, Quantitative Assessment of Liver Fat by MRI-PDFF as an Endpoint in NASH Trials. *Hepatology*doi:10.1002/hep.29797
  3. Öz G, Alger JR, Barker PB, et al.. (2014). Clinical Proton MR Spectroscopy in Central Nervous System Disorders. *Radiology*doi:10.1148/radiol.13130531