Extrazelluläre Vesikel (EVs)
ENExtracellular vesicles (EVs)
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Extrazelluläre Vesikel (EVs) sind membranumschlossene Partikel, die von nahezu allen Zelltypen freigesetzt werden und konventionell in Exosomen (30–150 nm, endosomalen Ursprungs über multivesikuläre Körperchen), Mikrovesikel (100–1000 nm, direkte Plasmamembranknospung) und apoptotische Körperchen (>1000 nm) unterteilt werden. Sie transportieren bioaktive Fracht einschließlich Proteinen, Lipiden, mRNA, microRNA und DNA, die nach Aufnahme Empfängerzellen umprogrammieren können. EVs sind entscheidende Mediatoren der interzellulären Kommunikation und werden von seneszenten Zellen als Teil des SASP verstärkt freigesetzt; das Plasma älterer Organismen enthält ein verändertes EV-Proteom und einen veränderten miRNA-Gehalt, der in Parabiose-inspirierten Experimenten Seneszenz und Entzündung in jüngeren Organismen beschleunigen kann. Gleichzeitig werden EVs aus jungen oder Stammzellquellen als potenzielle Therapeutika in der regenerativen Medizin untersucht, wobei Studien an gealterten Nagetiermodellen Verbesserungen in Muskel-, Herz- und kognitiver Funktion berichten — während Selektivitätsmechanismen und In-vivo-Dosierung noch aktiv erforscht werden.
