Ferroptose
ENFerroptosis
Geprüft von Maurice Lichtenberg
Ferroptose ist eine Form des regulierten Zelltods, die durch die eisenabhängige Akkumulation von Lipidperoxiden auf letale Spiegel angetrieben wird – ein Mechanismus, der sie von Apoptose, Nekroptose und Pyroptose unterscheidet. Der zentrale Regulationsknoten ist die Glutathionperoxidase 4 (GPX4), die mithilfe des Antioxidans Glutathion Phospholipidhydroperoxide reduziert; ist die GPX4-Aktivität unzureichend – durch Glutathionmangel, GPX4-Inhibition oder übermäßiges labiles Eisen –, propagieren nicht-reduzierte Lipidperoxide Kettenreaktionen, die die Membranintegrität zerstören. Ferroptose wird mit Neurodegeneration, Ischämie-Reperfusionsschäden und dem Zelltod von Krebszellen in Verbindung gebracht; ihre Bedeutung für die Gewebealterung ist ein aktives Forschungsfeld, insbesondere im Kontext der im Alter beobachteten abnehmenden GPX4-Expression und Eisenakkumulation.
Quellen
- Dixon et al.. (2012). Ferroptosis: an iron-dependent form of nonapoptotic cell death. *Cell*doi:10.1016/j.cell.2012.03.042
- Stockwell et al.. (2017). Ferroptosis: A Regulated Cell Death Nexus Linking Metabolism, Redox Biology, and Disease. *Cell*doi:10.1016/j.cell.2017.09.021
