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Zellbiologie

PINK1

PINK1 (PTEN-induced kinase 1) ist eine mitochondriale Serin/Threonin-Kinase und wirkt als Sensor für mitochondriale Schäden. In gesunden Mitochondrien mit intaktem Membranpotenzial wird PINK1 in die Innenmembran importiert, dort durch PARL gespalten und abgebaut. Bricht das Membranpotenzial zusammen, scheitert der Import und PINK1 sammelt sich stattdessen auf der äußeren Mitochondrienmembran an, dimerisiert und autophosphoryliert sich. Aktiviertes PINK1 phosphoryliert Ubiquitin und die E3-Ligase Parkin jeweils an Ser65, rekrutiert und aktiviert Parkin und treibt so die Ubiquitinierung von Außenmembranproteinen sowie die selektive Autophagie des geschädigten Mitochondriums (Mitophagie) an. Funktionsverlust-Mutationen in PINK1 verursachen autosomal-rezessive, früh einsetzende Parkinson-Krankheit, und eine gestörte PINK1-Parkin-Signalkette wird mit altersbedingter mitochondrialer Dysfunktion in Verbindung gebracht.

Quellen

  1. Vives-Bauza C, Zhou C, Karthikeyan S, et al.. (2010). PINK1-dependent recruitment of Parkin to mitochondria in mitophagy. *PNAS*doi:10.1073/pnas.0911187107
  2. Pickrell AM, Youle RJ. (2015). The Roles of PINK1, Parkin, and Mitochondrial Fidelity in Parkinson's Disease. *Neuron*doi:10.1016/j.neuron.2014.12.007