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Zellbiologie

Parkin (PRKN/PARK2)

Parkin, kodiert durch das PRKN-Gen (früher PARK2), ist eine E3-Ubiquitin-Ligase vom RING-between-RING-Typ und steht im Zentrum der mitochondrialen Qualitätskontrolle. Im Zytosol liegt Parkin in einer autoinhibierten Form vor. Wenn PINK1 sich auf geschädigten Mitochondrien anreichert, phosphoryliert es Ubiquitin und die Ubiquitin-ähnliche (Ubl-)Domäne von Parkin an Ser65, hebt die Autoinhibition auf und rekrutiert Parkin an die äußere Mitochondrienmembran. Aktives Parkin baut Ubiquitinketten, vor allem mit K6-, K11- und K63-Verknüpfungen, auf Außenmembran-Substraten wie MFN1/2, MIRO und VDAC1 auf. Diese Ketten ziehen Autophagie-Rezeptoren wie OPTN, NDP52 und p62 an, sodass das Mitochondrium von einem Autophagosom umschlossen wird. Funktionsverlust-Mutationen in PRKN verursachen autosomal-rezessiven juvenilen Parkinsonismus und verbinden gestörte Mitophagie mit Neurodegeneration.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Kitada T, Asakawa S, Hattori N, et al.. (1998). Mutations in the parkin gene cause autosomal recessive juvenile parkinsonism. *Nature*doi:10.1038/33416
  2. Narendra D, Tanaka A, Suen DF, Youle RJ. (2008). Parkin is recruited selectively to impaired mitochondria and promotes their autophagy. *Journal of Cell Biology*doi:10.1083/jcb.200809125
  3. Pickrell AM, Youle RJ. (2015). The Roles of PINK1, Parkin, and Mitochondrial Fidelity in Parkinson's Disease. *Neuron*doi:10.1016/j.neuron.2014.12.007