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Zellbiologie

PARP1

PARP1 (Poly(ADP-Ribose)-Polymerase 1) ist ein nukleäres Enzym und ein zentraler Sensor für DNA-Schäden, vor allem für Einzelstrangbrüche. Wird PARP1 aktiviert, spaltet es NAD+ und überträgt ADP-Ribose-Einheiten auf sich selbst sowie auf Zielproteine und baut so verzweigte Poly(ADP-Ribose)-Ketten (PAR) auf. PAR rekrutiert Reparaturfaktoren der Basenexzisionsreparatur, verändert die Chromatinstruktur und koordiniert die frühe DNA-Schadensantwort. Da PARP1 erhebliche Mengen NAD+ verbraucht, kann eine chronische oder übermäßige Aktivierung in alternden Geweben mit kumulativen DNA-Schäden die zellulären NAD+-Pools senken, die Aktivität NAD+-abhängiger Enzyme wie der Sirtuine reduzieren und die mitochondriale Funktion beeinträchtigen. Die Achse aus NAD+, PARP1 und Sirtuinen verbindet damit Genom-Erhalt, Energiestoffwechsel und Altern und ist Ziel von Strategien mit NAD+-Vorstufen und PARP-Inhibitoren.

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Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen

Quellen

  1. Verdin E. (2015). NAD+ in aging, metabolism, and neurodegeneration. *Science*doi:10.1126/science.aac4854
  2. Bürkle A, Virag L. (2013). Poly(ADP-ribose): PARadigms and PARadoxes. *Molecular Aspects of Medicine*doi:10.1016/j.mam.2012.12.010
  3. Covarrubias AJ, Perrone R, Grozio A, Verdin E. (2021). NAD+ metabolism and its roles in cellular processes during ageing. *Nature Reviews Molecular Cell Biology*doi:10.1038/s41580-020-00313-x