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Biomarker

Albumin-Kreatinin-Quotient im Urin (UACR)

ENUrine albumin-to-creatinine ratio (UACR)

Der Albumin-Kreatinin-Quotient im Urin (UACR) gibt die Albuminausscheidung im Verhältnis zur Kreatininkonzentration an und gleicht hydratationsbedingte Schwankungen aus. Eine intakte glomeruläre Filtrationsbarriere hält Albumin nahezu vollständig zurück; ein anhaltender UACR ≥ 30 mg/g weist auf eine Störung der glomerulären Basalmembran oder des Endothels hin, während Werte ≥ 300 mg/g eine manifeste Makroalbuminurie definieren. Zusammen mit der eGFR bildet der UACR eine der beiden Säulen des KDIGO-2024-CGA-Systems (Ursache, GFR, Albuminurie) zur Stadieneinteilung bei chronischer Nierenerkrankung. Darüber hinaus gilt der UACR als Marker endothelialer Dysfunktion: austretendes Albumin spiegelt generalisierte vaskuläre Permeabilität wider und sagt kardiovaskuläre Ereignisse unabhängig von klassischen Risikofaktoren vorher. In der PREVEND-Kohorte (Hillege et al. 2002, n ≈ 40.500 Erwachsene, Groningen) zeigte bereits eine subklinische Albuminurie unter 30 mg/g einen kontinuierlichen, dosisabhängigen Zusammenhang mit Gesamt- und kardiovaskulärer Sterblichkeit — unabhängig von Blutdruck, Diabetesstatus und Nierenfunktion. Eine KNHANES-gestützte Studie von Kim et al. (2023, n = 19.340) bestätigte, dass ein UACR > 30 mg/g sowohl bei Personen mit als auch ohne Diabetes mellitus mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko assoziiert ist. Für das Screening genügt eine Zufallsprobe; zur Abgrenzung einer persistierenden von einer transienten Albuminurie sind mindestens zwei erhöhte Messwerte im Abstand von drei Monaten erforderlich.

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Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen