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Zellbiologie

Angiogenese (VEGF)

ENAngiogenesis (VEGF)

Angiogenese bezeichnet die Bildung neuer Blutgefäße aus bestehenden Kapillaren, vermittelt durch den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor A (VEGF-A), der an die Rezeptortyrosinkinasen VEGFR-1 und VEGFR-2 auf Endothelzellen bindet und Proliferation, Migration sowie Tubulusbildung auslöst. Die VEGF-Expression wird durch Gewebehypoxie über HIF-1α, mechanischen Scherstress und den Transkriptionskoaktivator PGC-1α reguliert, um die Kapillarversorgung dem Stoffwechselbedarf anzupassen. Im Alter kommt es zur kapillären Rarefizierung im Skelettmuskel: Das VEGF-Protein in Ruhe ist bei älteren Frauen etwa 35 % niedriger, der belastungsinduzierte Anstieg der VEGF-mRNA um rund 50 % abgeschwächt (Croley et al. 2005); das Kapillar-zu-Faser-Verhältnis fällt in inaktiven älteren Kollektiven um etwa 25 % (Zmudzka et al. 2022). Regelmäßiges Ausdauertraining kann diesen Verlust teilweise umkehren: Kapillardichte und Kapillar-zu-Faser-Verhältnis steigen um bis zu ~28 % bzw. ~43 %, vermittelt durch lokale Hypoxie, Stickstoffmonoxid-Signalwege und PGC-1α-abhängige VEGF-Hochregulation. Pharmakologische VEGF-Applikation bleibt experimentell; körperliches Training gilt derzeit als einzige etablierte Strategie gegen altersbedingte Kapillarverluste.

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Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen