Zum Inhalt springen
Zurück zum Glossar
Biomarker

C-Peptid

ENC-peptide

C-Peptid ist die 31 Aminosäuren lange Kette, die bei der Insulin-Biosynthese in Betazellen aus Proinsulin abgespalten wird. Pro produziertem Insulinmolekül wird ein C-Peptid ausgeschüttet, weshalb Nüchtern-C-Peptid die endogene Insulinsekretion direkt widerspiegelt. Geringe hepatische Extraktion ergibt eine Halbwertszeit von ~30 min gegenüber 3–5 min für Insulin und hält C-Peptid auch unter exogener Therapie messbar. Als Nüchternwert erfüllt es zwei Rollen: Betazellreserve (niedrige Werte signalisieren Sekretionsverlust bei Typ-1- und fortgeschrittenem Typ-2-Diabetes) und Index chronischer Hyperinsulinämie (erhöhte Werte weisen auf Insulinresistenz hin). Eine NHANES-Kohorte (Patel et al. 2012; n = 5.153) zeigte, dass Nüchtern-C-Peptid Nüchterninsulin bei der Mortalitätsvorhersage übertraf. Eine Metaanalyse über 23 Studien (Ahmadirad et al. 2023) bestätigte 22 % erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko (HR 1,22; 95%-KI 1,12–1,32) und 38 % erhöhtes kardiovaskuläres Mortalitätsrisiko (HR 1,38; 95%-KI 1,08–1,77). Bei Typ-1-Diabetes ist Restsekretion protektiv; bei insulinresistenten Personen signalisiert eine Erhöhung metabolische Belastung. Klinischer Kontext (Nüchternglukose, HbA1c, Diabetesstatus) ist unerlässlich; C-Peptid ergänzt Nüchterninsulin und Nüchternglukose in Longevity-Panels.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen