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Ernährung & Nahrungsergänzung

N-Acetylcystein (NAC)

ENN-acetylcysteine (NAC)

N-Acetylcystein ist eine acetylierte Form der Aminosäure Cystein, die klinisch als Mukolytikum und als Standardantidot bei Paracetamol-Überdosierung eingesetzt wird. Der zentrale Wirkmechanismus in klinischen wie longevity-bezogenen Kontexten ist die Auffüllung des intrazellulären Cystein-Pools, dem geschwindigkeitsbestimmenden Vorläufer der Glutathion-Biosynthese, wodurch die Kapazität des γ-Glutamyl-Cysteinyl-Glycin- (GSH-)Systems zur Pufferung reaktiver Sauerstoffspezies, zur Stützung der mitochondrialen Redox-Balance und zur Unterstützung der Phase-II-Entgiftung wiederhergestellt wird. Die orale Bioverfügbarkeit ist mäßig und variabel infolge des First-pass-Metabolismus; liposomale und retardierte Formulierungen werden untersucht. Über die antioxidative Wirkung hinaus moduliert NAC die NF-κB-vermittelte Entzündungssignalgebung und kann cystein-bezogene DNA-Methylierungsverschiebungen dämpfen. Als Monotherapie wurde es bei COPD, psychiatrischen Erkrankungen und Stoffwechselstörungen mit uneinheitlichen Ergebnissen geprüft. Im Longevity-Kontext ist es am relevantesten als cysteinspendendes Element der GlyNAC-Kombination.

Zuletzt geprüft:

Diese Definition dient der Aufklärung und ist keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Sprich bei gesundheitlichen Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt. Vollständigen Haftungsausschluss lesen